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Kinderporno-Bekämpfung: Von der Leyen hält an Web-Filter fest – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Netzwelt [Update]

Da haben wir doch den nächsten Politiker, der technische Massnahmen veranlassen will, ohne von den Hintergründen auch nur die leiseste Ahnung zu haben:

Familienministerin Ursula von der Leyen sieht keine grundlegenden technologischen oder rechtlichen Hürden für den geplanten Web-Filter gegen Internet-Seiten mit Kinderpornografie. Ein kritisches Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages bezeichnete die Ministerin als “unterirdisch”.

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Der nächste Schäuble? Klein-China? Ist doch wohl klar, wenn bei den Providern Zwangsproxies installiert werden, ist der nächste der sich darauf stürzt unser oberster Datenterrorist Schäuble. Immerhin kann man da noch zentraler und besser alle Internetzugriffe aus Deutschland überwachen.
Abgesehen davon nützt das ganze gegen Kinderpornografie so gut wie gar nichts. Die einschlägigen Leute sind zwar sicher nicht so intelligent wie Terroristen, aber ganz so blöd wie von der Politik angenommen dann wohl doch wieder nicht. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die eigene newsserver, ftp-server oder ähnliches betreiben. Und da bringt nunmal ein Webproxy gar nix.

[Update]
sag ich doch…

Die bevorzugte Sperrlösung wollte Hannes Federrath, Professor für Informationssicherheit an der Uni Regensburg, nicht einmal als “Zugangserschwernis” durchgehen lassen. “Das erschwert überhaupt nichts”, sagte der Techniker. Nur der Unbedarfte gelange bei einem DNS-Ansatz nicht mehr auf Kinderporno-Seiten.

und das sagte ich doch auch bereits

“Wenn wir einmal inhaltsneutrale Technik etabliert haben, ist es nur ein Frage der Lautstärke der Interessengruppen, bis eine Ausweitung erfolgt.”

via heise

heise online – 15.11.08 – Großbritannien: Sauberkeitsrangliste für Provider

Hah, ein Pranger für Provider… seltsamerweise wurde das gar nicht unter der Flagge “Terrorismus” aufgehängt, da hat wohl jemand vergessen in seinem Politiker-Handbüchlein nachzulesen.

Britische Provider könnten sich künftig einem neuen Wettbewerb ausgesetzt sehen. Die neue Kulturministerin Barbara Follett und deren Schattenkabinettspendant Ed Vaizey haben sich in einer Parlamentsdiskussion für eine Provider-Rangliste ausgesprochen. Die Tabelle soll die Anbieter nach der Zeitdauer auflisten, die sie benötigen, um anstößige oder verbotene Inhalte vom Netz zu nehmen.

via heise online – 15.11.08 – Großbritannien: Sauberkeitsrangliste für Provider

Insbesondere Kinder und Heranwachsende sieht sie gefährdet, da die Hindernisse, die Kinder vom Zugang zu nicht altersgerechten Seiten abhalten sollen, “löchrig wie ein Sieb” seien.

aha, siehe da, englische Kinder haben keine Eltern… oder sehr löchrige ;)