Posts Tagged ‘ Internetsperrung

heise online – 31.07.09 – Router-Web-Filter umgeht “zugangserschwerte” DNS-Server

Wieder ein Beweis, wie simpel die Websperren von Zensursula umgehbar sind… Und Netgear macht das sicher nicht in böser Absicht, sondern verkauft das ja als Kindersicherung (eine sinnvolle zumal)

Die von Netgear als Kindersicherung beworbene Router-Funktion umgeht den vom Internet-Provider vergebenen DNS-Server und nutzt stattdessen OpenDNS für die Namensauflösung. OpenDNS liefert gleichzeitig die nötigen Informationen für die Filterung der Inhalte. Netgears Kindersicherung hebelt damit die im verabschiedeten Zugangserschwerungsgesetz vorgesehenen Stoppschilder für kinderpornografische Web-Inhalte aus – schließlich lassen sich die OpenDNS-Filter abschalten. Außerdem gelten die Vorgaben dann im gesamten Netzwerk, Umbauten am eigenen Rechner sind unnötig.

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heise online – 09.07.09 – Netzgemeinde wirft Ursula von der Leyen Ignoranz vor

Und wieder ein Beweis: Die Politiker kapieren nicht mal, was sie da anstellen. Nett, dass sie trotzdem die Macht dazu haben. Man reiche einem Kleinkind eine Waffe…

Die Initiatorin der Rekord-Petition gegen das Gesetz zu Web-Sperren, Franziska Heine, zog nach einem Gespräch mit Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) ein ernüchtertes Fazit. Zwar habe sich das Ministerium interessiert daran gezeigt, weitere Informationen zur Bekämpfung von rechtswidrigen Inhalten im Internet zu erhalten, erklärte die Berliner Mediengestalterin. Die Bereitschaft, sich auch nur einen Millimeter zu bewegen, sei aber nicht zu erkennen gewesen: “Das Problem, dass durch das Gesetz eine technische Infrastruktur zur polizeilichen Kontrolle der Verbreitung von beliebigen Inhalten geschaffen wird – noch dazu durch eine intransparente Sperrliste –, ignoriert Frau von der Leyen.” Bis in der Politik ein Verständnis für effektive Lösungen entwickelt werde, die nicht für Zensurmaßnahmen missbraucht werden können, sei es wohl noch ein weiter Weg.

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heise online – 01.07.09 – Verfassungsbeschwerde gegen Netzsperren-Gesetz

So, der Pirat haut als Erster auf die Pauke… recht so.

Der Bundestagsabgeordnete Jörg Tauss hat am heutigen Mittwoch aus formalen Gründen Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht gegen das heftig umkämpfte Gesetz zu Web-Sperren eingelegt. Er fühle sich durch das verwirrende Vorgehen von Schwarz-Rot in seinen Rechten als Parlamentarier verletzt, schreibt der wegen des Gesetzesbeschlusses von der SPD-Fraktion zur Piratenpartei gewechselte Baden-Württemberger in der heise online vorliegenden Klageschrift. Die Mitwirkungsbefugnisse der Abgeordneten seien deutlich eingeschränkt worden.

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Geldstrafen und Netzsperren: Sarkozy will Loi Hadopi retten – Golem.de

Die Franzosen machen’s vor, und alle CDU/CSU Wähler wollen’s auch bei uns. Oder können nicht lesen, was durchaus auch möglich ist. Oder haben etwa CDU/CSU Wähler soviel Ahnung vom Internet wie Politiker?

Frankreichs Präsident entlässt die für das umstrittene Anti-Pirateriegesetz zuständige Kulturministerin. Nun soll Frédéric Mitterrand dafür sorgen, dass La Loi Hadopi doch noch in Kraft treten kann.

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heise online – 24.06.09 – Tauss: Viele Abgeordnete können sich unter “Internet” weniger vorstellen als unter einer Kuh

sag ich doch… alle minderbemittelt, und der einzige der ein bisschen Ahnung hat (Tauss) soll aus dem Verkehr gezogen werden. Wobei man ja nicht weiss, was dran ist an seiner Story. Aber das was er hier sagt, kann ich mir 100% als wahr vorstellen, weil das exakt das Bild ist, das Politiker in den letzten Jahrzehnten abgeben: Machtgeil und blöde (achja, geldgierig habe ich vergessen /me schielt nach Luxemburg). Man könnte ja mal ein paar c’t Abos verschenken, aber vermutlich ist die Lektüre zu heftig.

Der Bundestagsabgeordnete Jörg Tauss, der nach über 38 Jahren Mitgliedschaft kürzlich aus der SPD ausgetreten ist und nun nach eigenen Angaben offizielles Mitglied der Piratenpartei ist, rechnet mit seinen ehemaligen Genossen ab. Auf dem Politikerbefragungsportal Abgeordnetenwatch versucht er in einem Eintrag eine Erklärung für das Abstimmungsverhalten der SPD-Bundestagsabgeordneten zum so genannten Zugangserschwerungsgesetz am Donnerstag zu finden.

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hier: http://www.abgeordnetenwatch.de/joerg_tauss-650-5656–f196633.html#q196633

Unions-Wahlprogramm: Ahnungslos im Netz – Golem.de

Tja, wenn man das so liest, kann ich das nur unterschreiben… NICHT CDU/CSU wählen! Scheinbar hat von denen nicht mal jemand Internet Anschluss. Ich kenne alte Querköpfe, die sich (umweltfeindlich) ihre emails ausdrucken lassen von der Sekretärin. Weil sie nicht mal ein Mailprogramm bedienen können (ihr Beruf es aber erfordert). Was ist denn mit normalen Bürgern, die nen Job wollen bei dem Computerbedienung nötig ist? Man kriegt den Job erst gar nicht. Sollte bei denen da oben auch mal so gehandhabt werden.

Die Union sieht im Internet offenbar vor allem Gefahren. Statt seine Chancen zu nutzen, will sie es deshalb stärker kontrollieren. Ein Kommentar von Kai Biermann für Zeit Online.

Der Entwurf für das Wahlprogramm der Union ist nicht für Menschen geschrieben, die eine Affinität zum Internet haben. Wenn man ihn genau liest, bestätigt er viele Vorurteile von Kritikern, die bereits in dem Aufruf gipfelten: “Nicht CDU/CSU wählen!”.

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Zensur von “Killerspielen”: CDU-Politiker bekräftigt Forderung nach Ausweitung der Netz-Sperren – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Netzwelt

Zack, da haben wir’s. War zu erwarten, wenn die Politik so ein schönes Zensurwerkzeug an die Hand kriegt, ist China nicht mehr weit. Was kommt als nächstes? Kritik an der Politik sperren?

Einzig und allein zur Bekämpfung von Kinderpornografie sei das Zugangserschwerungsgesetz gemeint, beteuerten Regierungsvertreter noch in der Debatte vor der Abstimmung. Wenige Stunden später preschte ein CDU-Abgeordneter vor: Eine Ausweitung auf sogenannte Killerspiele werde “ernsthaft geprüft”.

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CDU: Gegner von Internetsperren fördern Kinderpornografie – Golem.de

Irgendwas ist doch da wieder oberfaul. Alle wissen, dass es nix bringt, und trotzdem muss es mit Biegen und Brechen durchgesetzt werden. Ich habe da den leichten Verdacht, es geht gar nicht um Kinderpornografie, genauso wenig wie es Schäuble um Terrorismus geht. Bedenkt man jetzt noch, dass immer noch die ACTA Verhandlungen im Geheimen stattfinden, und die Rechteinhaber schon immer pro Sperrung waren, kann man sich ja ausmalen aus welcher Ecke der Wind weht.

Professor Hannes Federrath (Universität Regensburg) betonte dagegen bei der Expertenbefragung des Unterausschusses Neue Medien des Deutschen Bundestages die Nutzlosigkeit adressbezogener und DNS-Sperren. Sogar Jürgen Maurer, Direktor beim Bundeskriminalamt, der jede Form der Sperrungen befürwortet, räumte ein, dass Internetsperren allenfalls Zufallsbekanntschaften mit Kinderpornografie auf Servern im Ausland verhindern könnten.

via CDU: Gegner von Internetsperren fördern Kinderpornografie – Golem.de.