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heise online – Bundesrat gegen Breitband-Vorgaben aus Brüssel

Klar wollen die das nicht… weil dann wäre sie ja gezwungen was zu tun, statt wie bisher einfach abzuwarten, ob einer der Telcos ein Kabel legt. Was die in Gebieten die wirtschaftlich nicht rentabel sind, *nie* tun. Also wieder mal: Armes Deutschland….

Der Bundesrat hat “erhebliche Bedenken” gegen die von der EU-Kommission im Rahmen der “Digitalen Agenda” aufgestellten Vorgaben für eine “garantierte universelle Breitbandversorgung mit steigenden Geschwindigkeiten”. Die Formulierung gemeinsamer Ziele sei zwar “grundsätzlich sinnvoll”, heißt es in einer aktuellen Stellungnahme (PDF-Datei) der Länderkammer. Zuvor bedürfe es aber “einer gründlichen Bestandsaufnahme und Abwägung”. Zu bedenken sei dabei vor allem, ob eine Verpflichtung aller Mitgliedstaaten “sinnvoll und zielführend ist”.

via heise online – Bundesrat gegen Breitband-Vorgaben aus Brüssel.

heise online – DSL-Markt wird nicht regionalisiert [Update]

Das ist ja wohl ein Witz… Da bei uns aufm Dorf vernünftiges DSL nur über Outdoor-DSLAMs verfügbar ist, in die die Reseller nicht rein dürfen, muss ich zur Telekom wechseln, was mich ca. 20€/Monat mehr kostet. DSL auf dem Land ist also *sowieso* schon teurer.

Die Telekom muss ihren Wettbewerbern also weiterhin entbündelte Vorleistungen zu einheitlichen Konditionen anbieten. Würde man die Märkte regional aufsplitten, hätten die Kunden in den Ballungszentren mit niedrigeren Preisen zu rechnen, dafür würde in Kleinstädten und auf dem Land der Preis im Verhältnis deutlich höher liegen.

via heise online – DSL-Markt wird nicht regionalisiert [Update].

Schaltverteiler gegen weiße Flecken auf der Breitbandkarte – Golem.de

Wieder was neues aus der Rubrik “DSL für Landeier”. Wie man aus den anderen Posts bereits lesen konnte, ist bei mir 150m vom Haus ein Outdoor-DSLAM neu aufgestellt worden, an den ich jedoch derzeit nicht rankomme. Vermutlich liegts daran, dass ich kein T-Com Kunde bin, und die bisher die Wettbewerber nicht in ihre Kästen reinlassen mussten. Deshalb kommt aktuell mein DSL aus dem 5km entfernten Nachbardorf als “Light” (aka “Würg”) Variante.

Das dürfte sich jetzt allerdings ändern, zumindest in Bezug auf die generelle Möglichkeit:

Die Telekom muss ihren Wettbewerbern den Zugriff auf die Teilnehmeranschlussleitung (TAL), die sogenannte letzte Meile, künftig auch an einem Schaltverteiler gewähren. Damit will die Bundesnetzagentur die Erschließung und Versorgung ländlicher Gebiete verbessern.

via Schaltverteiler gegen weiße Flecken auf der Breitbandkarte – Golem.de.

Was ich allerdings nicht ganz verstehe, ist das Gefasel von 1&1 über nicht freie ports etc. (was ein Techniker vor Ort eindeutig widerlegt hat). Eventuell nur billige Hinhaltetaktik, weil das Urteil zu erwarten war…

DSL für Landeier II

man glaubt es nicht… nach etlichem Hin und Her mit Tcom und 1&1 kam doch tatsächlich eine positive Mail neulich:

Wir haben Ihre Informationen im System aufgenommen.
Gerne haben wir für Sie eine höhere Bandbreite eingestellt.
Derzeit befindet sich der Auftrag noch in Bearbeitung.
Sobald wir den Schaltungstermin erhalten haben, werden
Sie schriftlich von uns informiert.

Witzigerweise habe ich ein paar Tage vorher eine Auftragsbestätigung von 1&1 bekommen, über genau das was ich eh’ schon habe: 3DSL. Also habe ich mal da angerufen und nachgehakt, auch schon um zu verhindern dass meine Laufzeit sich ändert durch neuen Vertrag… man kennt ja wie die sowas machen… Jedenfalls hat sich im Gespräch dann rausgestellt, dass bei denen gar nix vorliegt, aber zwei Anfragen zur Technik gegangen sind. Wohl mit dem Resultat, dass da tatsächlich was in Punkto Bandbreite geht. Dann bin ich mal weiter gespannt ;)

DSL Spässe für Landeier

Da ich ziemlich abseits auf dem Land wohne, hat es auch ziemlich lang gedauert, bis ich in den Genuss von DSL kommen durfte. Nach zwei Jahren ISDN (mit der damaligen Sonntagsflatrate noch, war lustig, der Sonntag war dem Downloadmanager gewidmet ;) ), habe ich endlich vor etwa zwei Jahren DSL bekommen. Natürlich nur Light, also 384k/64k up/down. Meinen ISDN Anschluss würde ich eigentlich am liebsten zu einem Analogen umwandeln (ich telefoniere ja hauptsächlich über Voice over IP), aber irgendwie traue ich mich nicht in der Befürchtung einen mehrmonatigen DSL-Ausfall zu riskieren…

Als ich letztens zum Bus ging, ist mir aufgefallen, dass um den Verteilerkasten etwa 150m von meinem Haus entfernt der Boden weggebuddelt war. “Da tut sich was…” dachte ich mir, und habe erst mal Mailbomben an Bürgermeister, T-Com und 1und1 geschickt. Aktuell bin ich nämlich bei 1und1, aber die sind in dem Fall nur Reseller. Das aktuelle DSL kommt scheinbar aus dem Nachbardorf und ist deshalb so lahm…

Zwei Tage später standen ein Bagger und ein kleiner LKW beim Verteilerkasten und wühlten rum. Ich also gleich mal den Baggerfahrer gefragt “macht ihr hier DSL?”, was er bejahte. SUPER! WAHNSINN! Ich ziehe ins 20. Jahrhundert!….dachte ich jedenfalls. Ich meine, 150m Entfernung, da muss doch was gehen! Gleich mal den Kasten auf dem LKW gegoogelt, und es schien ein Outdoor-DSLAM zu werden.

Was mir übrigens schon ein paar Monate davor aufgefallen war, auf dem daneben stehenden Kasten wurde ein Blechaufsatz gemacht, in etwa wie hier:

keine Ahnung, wofür sowas ist… Evtl. kann mich da ja jemand aufklären?

Jedenfalls lag vor dem neuen Kasten noch ein Kabel im Boden, deshalb dachte ich auch, da geht noch nix. Ein paar Tage später kniet ein Techie vor dem Ding und legt innen Kabel auf (Das dicke Kabel ist immer noch aussen, unangeschlossen). Zu dem Zeitpunkt konnte ich auch sehen, dass der Kasten wohl doch kein Outdoor-DSLAM ist, da keinerlei aktive Technik sichtbar war, sondern nur diese Leisten auf denen die Kabel aufgelegt werden. Ich bin natürlich davon ausgegangen dass der Techie das da gerade erst aufbaut, also fragte ich ihn, wann denn wohl DSL verfügbar wäre.

“Wie, wann verfügbar?”
“Na, wann kann ichs haben?”
“Äh… ich leg grade die Leute auf…”
“Was, das Ding ist schon in Betrieb?”
“Jup… 16.000er…”
“ah, kein VDSL also… wie siehts denn mit dem Haus da oben aus (*deut*), könnte das in dem Verteiler da aufliegen?”
“Jo, durchaus möglich…”
“Habt ihr denn keinen Verkabelungsplan oder sowas, wo man kucken kann?”
“….”

hm. Also das Ding ist schon aktiv, und ich habs nicht. Und niemand hat mich GEFRAGT ob ichs haben will!

Also, wieder Rundmails an Bürgermeister, T-com, 1und1.

T-com: “Sie sind bei nem Reseller. Wir sagen goar nix.”
1und1: “An Ihrem Anschluss sind 384k verfügbar” (Klar, die kommen ja in Outdoor nicht rein)
Bürgermeister: “Gehn Sie mal in den T-Punkt, die haben schon geholfen”

Uargh. T-Punkt. Das worum man meist nen grossen Bogen macht, weil normalerweise wenn man mit nem Telekomiker spricht, hat man irgendnen Vertrag hinterher.

Ok, ich also dahin gelatscht. Den ersten vollgequatscht, kuckt wie Ofen. Grosse Fragezeichen bilden sich bei Wörtern wie “Outdoor-DSLAM” etc….
Meint er, er druckt mal irgendwas aus, und geht damit zur Chefin… kommt wieder, *gleiche* Aussage wie per Mail. Sie sind bei nem Reseller, wir können nix kucken.

Ich mein, ich hab doch noch das Kupfer von der T-Com im Haus liegen, und 1und1 mietet das nur? Haben die da sofort alle Pläne verbrannt? Oder werden alle DSL-Wechsler sofort der Ketzerei bezichtigt und dürfen nie wieder mit der T-Com sprechen?

Ich würde ja sogar wieder zur T-Com wechseln (müsste ich dann vermutlich eh, weil eben kein Reseller in die Kästen reinkommt), aber ich würde halt gerne wissen, ob ich dann ne Chance habe an schnelleres DSL zu kommen…

Ich hab’ jetzt einfach aufgegeben. Pauschal mal Wechselantrag zu T-Com gestellt, weil vermutlich krieg ich erst dann von denen Auskunft. Bei 1und1 mal ins Interface gekuckt, meine erste Rechnung vom aktuellen Tarif datiert auf 13.12.2006. ARGH. Also häng ich da vermutlich noch ein Jahr. Naja, mal schauen, was die T-Com schreibt, bis dato noch keine Antwort.

Oh, und Kommentare wie “wenigstens hast du DSL…” kann man sich sparen. Ich hatte lang genug keines ;)

Edit: Hier gehts übrigens um Tauberfeld, einen Ortsteil von Buxheim. Und: Noch immer keine Antwort von T-Com zu dem Wechselantrag…

50 MBit/s für 700-Einwohner-Dorf in Thüringen – Golem.de

Bloss nicht aufhören… es gibt wohl noch tonnenweise winzige Dörfer die angebunden werden wollen… Ich wäre auch gern mal mit etwas mehr als 384k im Netz unterwegs (und ja, ich weiss, dass ich damit noch nicht zu den ganz gequälten gehöre… ich hatte vorher auch ISDN ;) )

Die Vodafone-Festnetztochter Arcor stattet Ballstädt, eine kleine Thüringer Gemeinde, mit Breitbandtechnik für 50-MBit/s-Internetzugänge aus. Der Ausbau kostet einen sechsstelligen Betrag, berichtet die Lokalpresse.

via 50 MBit/s für 700-Einwohner-Dorf in Thüringen – Golem.de

Reding kritisiert Breitbandversorgung in Deutschland – Golem.de

Ja, darunter leide ich auch… ich habe zwar DSL, aber als BREIT-band würde ich 384k nicht gerade bezeichnen. Wenn ich nur wüsste, was die silbernen Kästen sind, die auf manchen Verteilerkästen installiert wurden…

Die EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft, Viviane Reding, beklagt die mangelnde Breitbandversorgung in Deutschland. Hierzulande hätten zwölf Prozent der Bürger keinen Breitbandanschluss, in Ostdeutschland sogar fast 40 Prozent.

Reding kritisiert Breitbandversorgung in Deutschland – Golem.de.

heise online – 12.09.08 – Baden-Württemberg will Ausbau des schnellen Internets auf dem Land stärker fördern

bah, und wo bleibt Bayern?

Baden-Württembergs Landesregierung will den Ausbau des schnellen Internets im ländlichen Raum einem Zeitungsbericht zufolge stärker fördern. Finanzminister Willi Stächele (CDU) habe zehn Millionen Euro zusätzlich in Aussicht gestellt, berichtet der Konstanzer Südkurier. Denkbar sei, das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) 2009 um diesen Betrag aufzustocken, um ganz gezielt die Breitbandversorgung auf dem Land zu unterstützen.

heise online – 12.09.08 – Baden-Württemberg will Ausbau des schnellen Internets auf dem Land stärker fördern.