Posts Tagged ‘ Datenschutz

heise online – 17.09.08 – Massive Datenpanne in norwegischer Steuerverwaltung

Haha, die Regierungen reichen sich jetzt die Hände mit ihren Pannen scheints. Die Privatwirtschaftlichen sind wenigstens nicht so doof sich zu erwischen lassen (meistens)….

Die norwegische Steuerverwaltung hat versehentlich die ID-Nummern der fast 4 Millionen Steuerpflichtigen des Landes auf CDs an Zeitungsredaktionen geschickt. Die aus elf Ziffern bestehende Nummer, die unter anderem das Geburtsdatum enthält, wird in Norwegen von öffentlichen Institutionen und Unternehmen zur Identifizierung von Personen genutzt. Die CDs gingen laut einer Mitteilung der Steuerverwaltung an neun Zeitungsredakteure. Die Daten seien verschlüsselt, daher hätten nur Redakteure mit einem Schlüssel Zugang. Sie werden gebeten, die CDs zurückzugeben und möglicherweise kopierte Datensätze zu löschen.

heise online – 17.09.08 – Massive Datenpanne in norwegischer Steuerverwaltung.

heise online – 17.09.08 – Protest gegen Anti-Piraterieabkommen ACTA

Die verarschen uns doch wieder mal. Schäuble hat immerhin seine Finger mit drin, das kann nix gutes werden. Letztendlich kommen die dann wieder mit einem Lobbyisten Entwurf, geschrieben im Kämmerlein der Rechteinhaber, und geblockt werden muss das ganze dann wieder vor dem Bundesverfassungsgericht.

Gab’s eingentlich in letzter Zeit mal ein Gesetz das Daten betraf, und *nicht* vors Verfassungsgericht musste?

Über 100 zivilgesellschaftliche Organisationen aus aller Welt fordern einen Stopp der Geheimniskrämerei rund um das geplante Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) und eine sofortige Offenlegung des aktuellen Entwurfs der Anti-Piraterievereinbarung. “Der Mangel an Transparenz in den Verhandlungen über ein Abkommen, das die Grundrechte von Bürgern auf der ganzen Welt beeinträchtigen wird, ist vollkommen undemokratisch”, heißt es in einem offenen Brief der Gruppen an die zuständigen Regierungsvertreter der beteiligten Industriestaaten sowie der EU. Verschlimmert werde das undurchsichtige Treiben durch den in der Öffentlichkeit entstehenden Eindruck, dass Lobbyisten der Musik-, Film-, Software-, Spiele-, Luxusgüter- und Pharmaindustrie bereits in die Ausarbeitung des Vertrags eingebunden seien.

heise online – 17.09.08 – Protest gegen Anti-Piraterieabkommen ACTA.

Bayerntrojaner: Hausdurchsuchung bei Piratenpartei – Golem.de

Alles klar… wer Daten schützen oder die Öffentlichkeit über Missstände informieren will, hat mit Repressalien zu rechnen… Hat da grade jemand “Polizeistaat” gerufen?

Bayerische Polizeibeamte haben die Privaträume des Sprechers der “Piratenpartei Deutschland”, Ralph Hunderlach, durchsucht. Sie fahndeten nach einem Informanten aus dem bayerischen Justizministerium, der den Datenschützern und Computerexperten Informationen über einen vermutlich illegal eingesetzten staatlichen Trojaner zum Abhören von Skype-Telefonaten zugespielt hatte.

Bayerntrojaner: Hausdurchsuchung bei Piratenpartei – Golem.de.

heise online – 16.09.08 – US-Geheimdienste: Terroristen könnten Online-Rollenspiele zur Planung von Anschlägen nutzen

Jetzt drehen die Geheimdienstler voll durch. Kann ja auch net sein, dass sich noch irgendwer *unüberwacht* unterhalten kann. Das muss unterbunden werden.

Mittlerweile wird es jedem klar sein, der kriminelle oder terroristische Aktivitäten über das Internet organisieren will, dass es immer schwerer wird, unbeobachtet zu kommunizieren. In den US-Geheimdiensten wird daher befürchtet, dass möglicherweise virtuelle Welten wie Second Life oder vor allem Online-Rollenspiele mit Millionen von Spielern eine Möglichkeit bieten könnten, um heimlich Pläne auszuhecken oder sich zu verabreden.

heise online – 16.09.08 – US-Geheimdienste: Terroristen könnten Online-Rollenspiele zur Planung von Anschlägen nutzen.

Das sich das ganze aber nur jemand ausgedacht hat, ist auch klar:

Steven Aftergood von der Federation of the American Scientists (FAS) ist allerdings skeptisch. Er meint, dass sich Geheimdienste mögliche Bedrohungen ausdenken müssen, um ihnen zuvorzukommen. Das heiße aber noch nicht, dass es sich um realistische Szenarios handeln muss. “Könnten Terroristen Second Life benutzen? Sicher”, so Aftergood, “sie können alles benutzen. Ist es aber eine wichtige Erweiterung? Das ist nicht klar. Es ist ein Szenario, dass sich ein Geheimdienstmitarbeiter ausdenken muss. Das ist alles.” Damit dürfte Aftergood den Punkt getroffen haben. (fr/Telepolis)

EU-Politiker planen den Überwachungsstaat – Golem.de

Noch ein Bericht über den von Schäuble initiierten Datenterrorismus

Eine Gruppe hochrangiger europäischer Innen- und Sicherheitspolitiker plant den ultimativen Lauschangriff auf alle EU-Bürger, berichtet die europäische Bürgerrechtsorganisation Statewatch. Die Politiker wollen sämtliche Datenspuren der Bürger speichern und ausweiten. Datenschutz und die richterliche Überprüfung von polizeilichen Überwachungsmaßnahmen sind dabei nur hinderlich.

EU-Politiker planen den Überwachungsstaat – Golem.de.

heise online – 11.09.08 – Gesprächsverschlüsselung für Nokia-Handys

Das wird dem Schäuble aber gar nicht passen… da muss man doch ne backdoor einbauen…

Handy-Gespräche via GSM sind zwar von Haus aus verschlüsselt, lassen sich jedoch mit spezieller Hardware trotzdem relativ leicht abhören. Mehr Sicherheit soll eine microSD-Karte mit Kryptoprozessor bringen.

heise online – 11.09.08 – Gesprächsverschlüsselung für Nokia-Handys.

heise online – 11.09.08 – EU-Innenpolitiker wollen sämtliche digitalen Nutzerspuren überwachen

OMG, dagegen sind die bisherigen Ansätze von Schäuble ja Pipikram. Das nenne ich mal wahren Datenterrorismus. Es reicht nicht mehr, die Daten nur innerhalb eines Landes zu sammeln, sondern jetzt auch noch EU-weit. Und das für jede Transaktion (Briefmarke gekauft? Verdächtig!)

Der von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble einberufenen “Zukunftsgruppe” zur Brüsseler Innenpolitik schwebt laut Statewatch vor, Sicherheitsbehörden uneingeschränkte Befugnisse zum Sammeln und Auswerten riesiger Datenmengen aus dem täglichen Leben der Bürger zu geben. Jeder Gegenstand, den ein Individuum nutze, jede Transaktion und jeder Schritt erzeuge einen detaillierten digitalen Eintrag in Datenbanken, zitieren die britischen Bürgerrechtler aus EU-Papieren für den künftigen Fünfjahresplan für die Sicherheitspolitik. “Dies wird einen Reichtum an Informationen für Sicherheitsorganisationen generieren und riesige Möglichkeiten für effektivere und produktivere Bemühungen um die öffentliche Sicherheit schaffen.” Laut Statewatch droht so die Privatsphäre von dem in Brüssel ausgemachten “digitalen Tsunami” fortgespült zu werden.

heise online – 11.09.08 – EU-Innenpolitiker wollen sämtliche digitalen Nutzerspuren überwachen.

Ausführlicheres dazu hier:

http://www.heise.de/ct/hintergrund/meldung/115759

Auch als Faschismus wurde der Ansatz schon bezeichnet… witzigerweise von einem Engländer ;) Ob man das jetzt als Faschismus oder Terrorismus bezeichnet ist imho aber egal, Demokratie ist es jedenfalls keine mehr. Passt ja zu den Aktivitäten, die aktuell im Lande schon stattfinden.

heise online – 08.09.08 – Ex-BND-Chef: Pläne für heimliche Online-Durchsuchungen verfassungswidrig

Das merken die jetzt erst, dass das verfassungswidrig ist?

Der Geheimdienstexperte Hansjörg Geiger warnt gemeinsam mit anderen Sachverständigen und Wirtschaftsverbänden vor unverhältnismäßigen Befugnissen im Entwurf für die Novelle des Gesetzes fürs Bundeskriminalamt (BKA). Zudem seien vor allem die Vorkehrungen für den Schutz des Kernbereichs der privaten Lebensgestaltung unvollkommen. Dies betreffe insbesondere die Regeln zu heimlichen Online-Durchsuchungen und zur Telekommunikationsüberwachung, schreibt der Ex-Chef des Bundesnachrichtendienstes (BND) und frühere Justizstaatsekretär in seiner Stellungnahme (PDF-Datei) für die Anhörung im Innenausschuss des Bundestags zum BKA-Gesetz kommende Woche. Die Stellungnahmen der Sachverständigen und diejenige des DIHK wurden nun auf den Webseiten des Ausschusses veröffentlicht.

heise online – 08.09.08 – Ex-BND-Chef: Pläne für heimliche Online-Durchsuchungen verfassungswidrig.

Neues Urheberrecht: Telekom muss Nutzerdaten herausgeben – Golem.de

Jetzt wirds richtig hart für alle P2P Nutzer:

Zum 1. September 2008 ist eine Reihe von Änderungen im Urheberrecht in Kraft getreten. Rechteinhaber haben einen zivilrechtlichen Auskunftsanspruch gegen Internetprovider bekommen. Nun haben Gerichte erste Anordnungen zur Herausgabe von Nutzerdaten erlassen.

Neues Urheberrecht: Telekom muss Nutzerdaten herausgeben – Golem.de.

Also ab einem Album ist man bereits gwerblicher Raubkopierer:

Nach Aussage von DigiProtect-Anwalt Udo Kornmeier seien die Gerichte ohne Wenn und Aber auch bei bereits einem Album von einer für den Auskunftsanspruch erforderlichen Rechtsverletzung im gewerblichen Ausmaß ausgegangen”.

heise online – 06.09.08 – Wirtschaft warnt vor Online-Durchsuchungen von Computern

Die Wirtschaft warnt vor heimlichen Online- Durchsuchungen von Computern durch den Staat im Kampf gegen den internationalen Terrorismus. “Wenn staatlich verwendete Trojaner für die Online-Durchsuchung sämtliche Sicherheitsmaßnahmen von Computersystemen überwinden könnten, sei zu befürchten, dass auch Dritte auf diesem Wege an Daten gelangen könnten”, schreibt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) einem Bericht der Braunschweiger Zeitung zufolge in einer Stellungnahme für den Bundestags-Innenausschuss. “Durch die vom BKA verwendete Infiltrationssoftware entsteht ein hohes Risiko des Missbrauchs durch Hacker.”

heise online – 06.09.08 – Wirtschaft warnt vor Online-Durchsuchungen von Computern.