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Automower Spässe, Teil 1

Manche Menschen entspannen sich ja gerne bei diversen schweisstreibenden Tätigkeiten. Dazu gehöre ich definitiv nicht, dementsprechend ist Rasenmähen keine meiner bevorzugten Tätigkeiten. Zumal ich durch Job2 am Wochenende zeitlich arg eingeschränkt bin.
Also musste ne automatische Lösung her. Gibts auch, nennt sich Rasenmähroboter, und gibts erstaunlicherweise schon seit den 80ern (imho hat Husqvarna den ersten kommerziellen gebracht).
Technologisch sind die jetzt nicht wahnsinnig aufregend, das erste Mobiltelefon hatte vermutlich mehr Hirn ;) Hier mal ein Bild auf das Hirn des Automowers:

Automower von unten

Automower von unten

Unter dem schwarzen Deckel ist mehr oder weniger ein Chip mit ein bisschen drumrum, viel ist also nicht dran (Erstaunlicherweise kostet aber das Mainboard als Ersatzteil 350 €!).

Technisch funktionieren die Teile so:

Man spannt einen Draht um seinen Garten. Dieser Draht ist eine Induktionsschleife, gespeist von der Ladestation. Der Automower fährt also im Garten mähend rum, bis sein an der Schnauze eingebauter Hallsensor den Draht überfährt. Dann fährt er noch etwa 30cm drüber, und wendet dann in einem zufälligen Winkel (Fuzzy Logic evtl?). Man kann auch Bereiche wie Beete etc. ausschliessen, indem man das Kabel da rumführt. Was macht der Mower, wenn der Akku leer wird? Er sucht eine zweite Induktionsschleife (separat zu verlegen), die ihn direkt zur Ladestation führt.

Meinen Automower habe ich gebraucht/defekt für 350 € auf ebay ersteigert (ein Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass die aktuelle Generation 2000 € kostet). Ist halt ein alter G1, sollte aber auch mähen.

Erste Untersuchungen ergaben, dass der Mower verstummt ist. Dieses Teil:

Das Tastenfeld

Das Tastenfeld

ist die Kommunikationszentrale. 6 LEDs und 12 Taster. Wenn der Mower sich darüber nicht mehr mitteilen kann, wirds schwierig ihn zu verstehen… Ausser ein paar Piepsern konnte ich ihm also erst mal nix entlocken. Da mir der Aufbau dieses LED-Felds mit Kunsttofffolie und SMD-LEDs nicht sonderlich stabil vorkam, nahm ich an, dass hier der Fehler liegt. Dem war auch so, neues Bedienteil (65 €!), und der Mower kann wieder sprechen. Nachdem sich so herausgestellt hat, dass ansonsten alles ok ist, konnte ich anfangen den Garten zu präparieren.

Also noch 100 Plastikheringe bestellt (25 €!), und 200m Draht bei Conrad. Der Automower-Draht war mir viel zu überteuert (111 € für 150m), und Draht ist Draht. Dachte ich jedenfalls.

Zuerst bin ich nur mal über den Draht gestolpert. Das hat ihn an der Stelle unschön um etwa 10cm gelängt, die jetzt überflüssig da lagen. Litze wäre da wohl doch besser gewesen. Jedenfalls nicht 0,02 Draht ;) Aber da der Draht jetzt schon mal da war, hab’ ich ihn weiter verlegt.
Euphorisch bin ich natürlich davon ausgegangen, dass so ein schönes Stück Technik meinen ungepflegten, etwa 12cm langen Rasen wegkriegen muss… Könnte es vermutlich auch, nur dass man bei so hohem Gras den Draht nicht weit genug runter kriegt, wie sich später zeigen sollte.

Als der Draht komplett verlegt war, also der erste Test: Automower in die Ladestation, einschalten. Ok, macht 2 Piepser alle 10 Sekunden, was bedeutet er lädt. Das ist ja schonmal gut (auch wenn er vorher etwa 5 Tage an der Ladestation war). Nach ner Stunde etwa ist er dann losgefahren. Raus aus der Station, gewendet, über den Rückführdraht gefahren, und zack, 2 mal den Draht durchgeschnitten. Ups. Das hat er dann noch 2 mal mit dem Begrenzungsdraht gemacht hat, nachdem er 5 Minuten verzweifelt versucht hat, meine Birke hochzufahren. Die steht in einem Engpass, und ich dachte wenn ich die ausschliesse, dann wird die Passage noch enger…

Nach insgesamt etwa 10 Minuten hat der Mower dann das Mähwerk ausgeschalten und ist wild in der Gegend rumgefahren. Aha, Akku leer (!), er sucht die Ladestation. Den Rückführdraht hatte ich mittlerweile provisorisch geflickt, Signal war also da. Irgendwann hat er ihn auch gefunden, und ist Richtung Ladestation gefahren. Und schräg voll dagegen. Dreimal, dann hat er aufgegeben. Naja, RTFM, “legen Sie den letzen Meter des Führungsdrahts gerade zur Ladestation” (also 90°). Bei mir warens etwa 10 cm. Da war mir dann auch klar, dass der Mower dem Draht wirklich exakt folgt.

Fazit: Draht ist Mist, Mower funktioniert soweit, Akku ist im Eimer. Und der Draht muss mit weitaus mehr als 100 Haken befestigt werden, damit er bei meinem buckligen Boden auch anliegt.

Der Plan steht also soweit, neuer Draht von Conrad (1,5mm² Litze), Akku Tausch veranlasst (Akkuservice Lehmann, genialer Preis von 85 €, das würde mich der Selbstbau auch etwa kosten, und der Akku hat dann 6Ah statt original 4,4Ah), und ne tolle Idee zum Haken selber machen:

Man nimmt Weidenzaundraht oder Biegedraht ausm Baumarkt (ich habe 2,5mm Durchmesser genommen), zwackt Stücke ab und biegt die in der Mitte durch. Natürlich baut man sich dafür ne Vorrichtung:

primitive Vorrichtung

primitive Vorrichtung

gebogen zum Abschneiden

gebogen zum Abschneiden

und im Idealfall nimmt man zum Abzwicken geeignetes Werzeug, ich hatte leider nur ne Blechschere, alle Seitenschneider/Beisszangen haben am Druchmesser versagt. Nach etwa zwei Stunden hat man aus 25m Draht 150 U-Haken gewonnen:

150 x Schülerspass

150 x Schülerspass

Gestern habe ich schon angefangen, den neuen Draht zu verlegen, und der Akku sollte heute kommen. Wenn also alles gut geht, habe ich heute abend neue Ergebnisse oder zumindest neue Erkenntnisse ;)

Smartphones für Menschen mit Fotoapparaten

Niemand den ich kenne, nutzt sein Telefon wirklich zum fotographieren. Meine Frau hat ein Sony Ericsson K800i, das für ein Handy eine wirklich ausgezeichnete Kamera hat. Sogar sie nutzt aber zum fotografieren die Digicam.

Warum also, muss jedes dusselige Telefon eine Kamera haben?

Da ich in einem sicherheitsrelevanten Bereich arbeite, kann ich keine Kamera-Handys nutzen. Und in den letzten Jahren wird es immer schwieriger was Vernünftiges zu finden, zumal das Telefon auch etwa 80% meines Gehirns ersetzt mit Kalender, Kontakten etc. Die Nokia Communicator Reihe war ja noch ganz nett (hatte ich seit dem 9110). Natürlich hat der neueste Communicator E90 eine Kamera. Muss er ja, als Businessphone.
Abgesehen davon, hatte ich auch keine grosse Lust mehr auf Nokias Politik im Umgang mit Fremdsoftware. Da weiss man dann, warums kaum Software gibt für die Teile.

Da liebe ich natürlich Meldungen wie diese. Um meine Eingangs aufgestellte These noch zu verschärfen: Wieviele Geschäftsleute nutzen denn die Kamera in ihrem Handy? Bedeutet Kamera automatisch Business? Wohl kaum.

Mittlerweile ist doch Datentraffic halbwegs bezahlbar geworden, da muss doch nicht mehr Zwangsumsatz über unscharfe und flaue MMS Bildchen gemacht werden….

Aktuell habe ich einen HTC Hermes, den kann man sich ganz toll über ebay USA holen, wenn man denn jemanden findet, der das Ding übern grossen Teich schickt. Und natürlich muss man auch erstmal die Version ohne Kamera erwischen. Aktuell gibts die nur noch von AT&T (bzw. vormals Cingular), die machen zwar nix anderes, als das Kameramodul abzustecken und ne schwarze Plastikscheibe einzubauen, aber nur wenn an der Bezeichnung auch ersichtlich ist, dass das Telefon kein Kamerahandy ist, lässt mich der Werksschutz in Frieden…

In absehbarer Zeit wird aber AT&T sein Videonetz in den Griff kriegen, und dann werden auch die nur noch Telefone mit Kamera verkaufen.

Und auf so ein Ding hab’ ich numal nicht wirklich Lust (und es ist hirninkompatibel).

/rant off

Fotoapparate

…schreibt man vermutlich nach der neuen Rechtschreibreform gar nicht mehr so? Egal….

meinen Einstieg in die papierlose Form des Augenblick-Festhaltens feierte ich mit einer Aldi-Kamera… damals etwa 200,- DM günstig, und ein schwerer Fehler (merkt man aber erst, wenn man eine bessere in der Hand hat). Das Ding hatte AA Batterien (bzw. Akkus), was ich schonmal gar nicht mag. Memory Effekt und so… Abgesehen davon, konnte man praktisch keine Schnappschüsse machen, da das Scharfstellen exakt dann fertig war, wenn das Motiv nicht mehr im Bild war. Ich war fast dankbar als der Akkudeckel gebrochen ist, und nur noch per Gaffa-Tape hielt. Zeit für eine neue Kamera.
Nachdem man ja aus Fehlern (gelegentlich) lernt, diesmal also erst mal ganz viele reviews gewälzt. Heraus gekommen sind dabei zwei Kandidaten, eine Casio Exilim und eine Sony (Modell vergessen), damals auf technologischer Höhe mit (sinnvollen) 4 Megapixeln. Nachdem ich beide im Saturn testen konnte, hat die Exilim gewonnen. Li-Ion Akku (wechselbar), extrem schnell, und eine Akkuhaltbarkeit die mir schon unmöglich vorkam. Ich hatte vor dem Sziget Festival extra noch einen zweiten Akku gekauft, und den in 7 Tagen nicht gebraucht. (Ein Freund hat die Exilim Z4, dort war die Akkulaufzeit bei weitem noch nicht so gut). So muss das sein. Die Sony hatte laut Tests zwar ein etwas besseres Bild, war aber etwas klobiger, da war mir der Hosentaschenfaktor der Exilim wichtiger. Bis heute läuft das Ding noch problemlos, jetzt hauptsächlich von meiner Frau genutzt.

Ich wüsste nicht mal, welche ich kaufen sollte falls die Kamera mal abraucht… Tipps?

Nachdem das so ein Glücksgriff war, musste der nächste Kamerakauf natürlich erst mal daneben gehen… Ich wollte zum Tattoos fotographieren etwas besseres. Durch Know-How anlesen wusste ich, dass das grösste Problem der kompakten Kameras das kleine (und somit lichtschwache) Objektiv ist. Spiegelreflex ist aber noch zu teuer (im Kopf hatte ich Zahlen im 700 € Bereich). Also muss ein Zwischending her, was es ja auch gibt zum Glück, nennt sich Bridge-Kamera. Grosses Objektiv, aber nicht wechselbar. Sensor zwar immer noch so klein wie bei Kompakten, wird aber ja durch das Objektiv etwas ausgeglichen.

Also wieder Tests wälzen… Kamera für 350 € kaufen… Ich kann nicht mehr sagen, welches Modell das war, da ich sie nach 10 Tagen wieder verkauft habe, denn:

Im Saturn gabs ne SLR mit Objektiv für 400 € im Angebot. Mist. War ja klar.

Also die Bridge auf ebay geworfen, 50 € Lehrgeld bezahlt und die SLR geholt. Die habe ich heute noch, und bin sehr zufrieden (vermutlich darf ich einfach nicht mit ner 1000 € SLR vergleichen ;) ). Das ist jetzt eine Pentax istDL2 mit 6 Megapixeln (reicht auf Papier immer noch für A3, mehr brauch ich nie). Wunderbare Bilder, auch im Urlaub und in Räumen. Sind halt wieder AA Akkus, aber das scheint normal zu sein bei SLRs, ich lebe jetzt einfach damit. Nur der Blitz macht mir momentan Sorgen (ein Soligor DG 420-Z, Lieferzeit damals 8 Wochen!), in geschlossenen Räumen wird der Blitz zwar aktiviert, blitzt auch, aber die Blende macht so lange auf, als ob kein Blitz da wäre. Natürlich überbelichtet. Keine Ahnung was das jetzt ist (Ideen?), da muss ich noch forschen….